Wir für Lychen
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Neuigkeiten
Lychen kocht - das Running Dinner am 14. März 2026
Jetzt mitmachen bei „Lychen kocht!“
So funktioniert’s:
Du kochst gemeinsam mit einem Kochpartner oder einer
Kochpartnerin eine Vorspeise, Hauptspeise oder Nachspeise für sechs
Personen.Diesen Gang esst ihr zusammen mit vier Gästen bei euch zu Hause.
Für die anderen beiden Gänge besucht ihr beiden jeweils andere Teilnehmer in
deren Zuhause. Danach treffen sich alle Teilnehmenden im „Alten Kino“ wieder.
Du kannst dich entweder allein anmelden – dann wird dir ein*e Kochpartner*in
zugelost. Oder ihr meldet euch gleich zu zweit an – dann kocht ihr natürlich
auch gemeinsam.
Häufige Fragen:
*Was kostet die Anmeldung? Nichts – die Teilnahme ist kostenlos.
*Kann ich auch mitmachen, wenn ich in einem Ortsteil (z.B. Retzow, Rutenberg)
wohne? Ja, kein Problem!
*Kann ich auch mitmachen, wenn ich nicht genug Platz für sechs Personen
habe? Ja, dann kannst du dich allein anmelden – und bekommst ein*e
Kochpartner*in mit größerer Wohnung zugelost.
*Wann erfahre ich, wer mein*e zugeloste*r Kochpartner*in ist? Spätestens drei Tage vorher per E-Mail.
*Wann erfahre ich, welchen Gang wir kochen und wen wir für die anderen
Gänge besuchen sollen? Spätestens drei Tage vorher per E-Mail.
*Warum gibt es diese Infos erst so knapp vorher? Weil wir erst nach
Anmeldeschluss festlegen können, wer wann für wen kocht.
After-Event-Party um 22:00 Uhr
Altes Kino Lychen
Kirchstraße 3a
17279 Lychen
Kontakt-Infos
Veranstalter: Lisa Bootz
E-Mail: [email protected]
Anmeldung unter https://tinyurl.com/lychenkocht5
Anmeldeschluss ist der 8. März 2026.
6. März 2026
Neues Gesicht im Sozialausschuss:
Katja Sommerfeld übernimmt als Sachkundige Einwohnerin
Sie ist in Lychen aufgewachsen, Mutter einer kleinen Tochter, und weiß, was Kinder und Jugendlichen in einer Kleinstadt wichtig ist: Katja Sommerfeld (36) vertritt jetzt die Interessen der jungen Lychener und Lychenerinnen im Sozialausschuss. Sie folgt damit für unsere Wählergemeinschaft "Wir für Lychen" auf Helge Hoefs, der die Aufgabe aus gesundheitlichen Gründen abgegeben hat.
Katja ist (gemeinsam mit Nancy Barkow vom Mehrgenerationen-Haus) übrigens auch neue Kinder- und Jugendbeauftragte für Lychen. Ihre Motivation: "Ich möchte mich dafür einsetzen, dass sich in Lychen alle Generationen wahrgenommen und unterstützt fühlen. Besonders am Herzen liegt mir, dass soziale Themen stärker in den Mittelpunkt rücken. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und auf einen offenen Austausch."
Alle, die Ideen oder Wünsche an Katja herantragen wollen, erreichen sie unter: [email protected]
Ehemalige Gesamtschule: Wir gehen neue Wege!
Zweimal ist der Verkauf der ehemaligen Pestalozzi-Gesamtschule in Hohenlychen bisher gescheitert. Seitdem ist die Situation nicht einfacher geworden, denn das Gebäude wurde inzwischen vom Land unter Denkmalschutz (weil unveränderter DDR-Schultyp "Erfurt") gestellt.
Beim dritten Versuch, wieder Leben in das seit rund 20 Jahren leerstehende Gebäude zu bringen, wollen wir etwas Neues ausprobieren. Mithilfe des Netzwerkes "Zukunftsorte" denken wir über ein gemeinwohlorientiertes Nutzungskonzept nach. Das heißt: Wie kann eine Nutzung aussehen, von der wir alle etwas haben und die auch junge Leute dauerhaft nach Lychen lockt?
Eine Arbeitsgruppe (letztes Foto) unter Martin Hansen (SPD) hat inzwischen einen Interessentenwettbewerb vorbereitet.
Einsendeschluss ist der 4. Mai 2026.
Das Exposé findet sich hier sowie auf der Webseite der Stadt Lychen als PDF.
Lychen sagt Hallo am 21. Februar 2026
Insgesamt 147 Menschen haben im vergangenen Jahr ihren Erstwohnsitz neu in Lychen angemeldet. Ganz klar: Unser Städtchen lebt vom Zuzug.
Am Samstag, den 21. Februar 2026 begrüßen wir alle Neuen und Rückkehrer mit einem bunten Programm im Alten Kino.
Das schreibt der Nordkurier: "Ein Abend, der Türen öffnet"
31. März 2025
Ortschronist Eberhard Kaulich mit der
Lychener Verdienstmedaille geehrt
Montagabend in der Stadtverordneten-Versammlung: Auf unseren Vorschlag hin wurde Ortschronist Eberhard Kaulich mit der Lychener Verdienstmedaille ausgezeichnet. Die Bürgermeisterin Karola Gundlach und Juliane, die Vorsitzende der Stadtverordneten-Versammlung, überreichten Eberhard Kaulich die Medaille. Er ist der 19. Lychener, der diese Auszeichnung erhält. Unter anderem wurden bereits der ehemalige Wehrführer Detlef Zander und die langjährige Herausgeberin der "Neuen Lychener Zeitung" Dr. Elke Schumacher geehrt. Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch, Herr Kaulich!
Und hier nochmal unsere Begründung zum Nachlesen:
Seit Jahrzehnten forscht der „Ortschronist“ Eberhard Kaulich zur Historie der Stadt Lychen, ihrer Bauwerke und Ortsteile – und vor allem zur Geschichte der Menschen, die Lychen in den vergangenen Jahrhunderten bewohnt und geprägt haben.
In mühevoller Kleinarbeit hat er aus Archiven, Museen und Veröffentlichungen Details recherchiert und zusammengetragen und konnte viele Lücken der Lychener Geschichtsschreibung schließen. Er setzt die akribische Archivarbeit fort, die vor ihm Lychener Persönlichkeiten wie Gustav Metscher oder Hans Waltrich begonnen hatten.
Herr Kaulich hat Dutzende Themen-Bände zur Lychener Geschichte („Leben und Sterben in Lychen“, „Geschichte des Handels in Lychen“, „Regenten des
Paradieses: Lychens Bürgermeister“ u.v.m.) im Eigenverlag veröffentlicht, mehrere Bücher veröffentlicht und Vorträge gehalten. Zwischen den Zeilen seiner Veröffentlichungen kann man oft einen besonderen Humor herauslesen, der Herrn Kaulich ebenfalls auszeichnet.
Bemerkenswert ist die moderne Art und Weise, mit der Eberhard Kaulich am Computer arbeitet: Er hat Tausende historische Fotos in hochauflösender Qualität eingescannt und damit für die Nachwelt digitalisiert; außerdem hat er inzwischen fast sein gesamtes Privat-Archiv digital verschlagwortet und kann daher viele Informationen direkt auf Knopfdruck aufrufen. So ist eine einzigartige Wissensdatenbank entstanden, wie es sie in anderen Städten vergleichbarerer Größe nur selten geben dürfte.
Im wahrsten Sinne des Wortes ehrenwert ist außerdem Eberhard Kaulichs
Hilfsbereitschaft: Er ist jederzeit bereit, sein historisches Wissen mit anderen zu teilen – und Vereinen, Institutionen oder auch Privatleuten etwa bei Jubiläumsfeiern mit historischem Bildmaterial auszuhelfen.
Eberhard Kaulich hat sich in besonderem Maße um die Stadt Lychen verdient gemacht. Deshalb schlagen wir vor, Herrn Kaulich die Verdienstmedaille in Gold unserer Stadt zu verleihen.
Macht mit beim Frühjahrsputz!
Am Sonnabend, 12. April, putzt sich Lychen raus - für die kommende Saison, die Gäste unserer Stadt und natürlich für alle Bewohnerinnen und Bewohner.
Ihr habt eine Idee, wo frische Farbe, ein flinker Besen oder eine Gartenschere zum Einsatz kommen sollten? Sprecht uns an oder meldet euch bei Cindy und Clemens per Mail: [email protected] Und wenn ihr keine konkrete Idee habt, aber trotzdem anpacken wollt, dann kommt einfach 9.30 Uhr zum Marktplatz. Dort stehen die Mitarbeiter des Bauhofes bereit und sagen euch gern, wo helfende Hände gebraucht werden.
Wohn- und Geschäftshaus Stargarder
Straße: Unser Antrag auf Bürgerbefragung im Wortlaut
Antrag von „Wir für Lychen“ zur Stadtverordneten-Versammlung am 10. Februar 2025:
Durchführung einer Bürgerbefragung
Wir stimmen dem Ansinnen der LTG, eine Bürgerbefragung zu dem Thema „Wohn- und
Geschäfshaus in der Stargarder Straße“ durchzuführen (14/2025), zu. Es handelt sich um strategisch wichtige Grundstücke für unsere Stadt. Um die Bürger ausreichend zu informieren, schlagen wir jedoch eine präzisere Formulierung für die Fragestellung vor und beaufragen die Bürgermeisterin, eine entsprechende Bürgerbefragung durchzuführen.
Bürgerbefragung:
Viele Lychenerinnen und Lychener wünschen sich einen Vollsortiment-Supermarkt, eine Belebung der Innenstadt, sowie bezahlbare, barrierefreie Mietwohnungen in der Stargarder Straße. Die H&S Projekt GmbH beabsichtgt den Erwerb der Flurstücke 89, 90, 91/1, 91/2, 92/2, 95/2, 296 und 93 (tlw.), der Flur 18 (Parkplatz neben der Mühle, Heizhaus), Gemarkung Lychen.
Befürworten Sie den Verkauf zum jetzigen Zeitpunkt mit dem Wissen, dass die folgenden Punkte NICHT vertraglich geklärt sind?
- Planung des Wohn- und Geschäfshauses (z. B. Fassadengestaltung, Gebäudehöhe,
Tiefgarage, …)
- Form der Wohnraumnutzung (Miet- oder Eigentumswohnungen)
- Berücksichtgung der Belange der Anwohner und städtebaulichen Umgebung (Stabenstr., Mühle)
- LKW-Anlieferverkehr in der Innenstadt
- Parkraumkonzept für Anwohner, Gäste und Kunden, …
- Mitsprache der Stadt zum Beispiel bei Miethöhen, Parkgebühren, Barrierefreiheit
- Einigung über die Bindungsdauer des Investors
- nachweisliche Interessensbekundung durch eine Supermarktkette
Die Stadtverordneten lassen gemäß §4 Einwohnerbeteiligungssatzung der Stadt Lychen das Ergebnis dieser Bürgerbefragung in ihre Entscheidung einfließen.
Lychen kocht - das Running Dinner am 15. März
Und so funktioniert's: Ihr meldet euch zu zweit an bzw. du kannst dich auch allein anmelden und bekommst dann einen Kochpartner zugelost. Einen euch zugewiesenen Gang kocht ihr selbst zu Hause für sechs Personen - vier Personen kommen zu euch. Für die anderen beiden Gänge besucht ihr jeweils andere Lychener in deren Wohnungen. Bei jedem Gang lernt ihr vier neue Gesichter kennen. Den Abend lassen wir dann gemeinsam im Alten Kino ausklingen.
Anmelden könnt ihr euch ab sofort hier:
https://runyourdinner.eu/running-dinner-events/P9gdo2XVTN
Lychen sagt Hallo! am 1. März 2025
Bereits zum zweiten Mal heißt die Stadt ihre neuen Bewohner willkommen.
Auch der "Uckermark Kurier" schreibt darüber:
https://www.nordkurier.de/regional/uckermark/so-heisst-eine-stadt-ihre-neuen-buerger-willkommen-3350473
Seid dabei, wenn es wieder heißt: "Lychen sagt Hallo!"
Pressemitteilung, 20. Januar 2025
Clemens Hoff rückt als Stadtverordneter in die Lychener SVV nach
Campingplatzbetreiber Clemens Hoff (40) ist als Abgeordneter der Fraktion „Wir für Lychen“ ab sofort Mitglied der Lychener Stadtverordnetenversammlung. Er rückt für Lene Hoefs (18) nach, die ihr Mandat aus beruflichen Gründen abgibt.
Lychen – Sie habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, sagt Lene Hoefs. „Ich bin wahnsinnig stolz und dankbar, dass so viele Lychenerinnen und Lychener mir bei der Kommunalwahl ihre Stimme gegeben haben“, so die junge Frau. Dennoch müsse sie ihr Mandat schweren Herzens abgeben, weil sie eine Ausbildung außerhalb Lychens begonnen hat.
„Ich würde an den Sitzungen nicht regelmäßig teilnehmen können“, begründet Hoefs ihre Entscheidung: „Ich hätte das Gefühl, einerseits meiner Verantwortung nicht gerecht zu werden und andererseits einen Sitz zu blockieren für jemanden, der sich mehr einbringen kann, als ich es in den kommenden Monaten tun könnte.“
Bürgermeisterin Karole Gundlach (parteilos) und die Fraktionskollegen von „Wir für Lychen“ sind über den Rücktritt bereits informiert und haben sehr verständnisvoll reagiert, so Hoefs: „Das ist mir wichtig.“ Auch ohne Mandat bleibe sie selbstverständlich Ansprechpartnerin insbesondere für die Kinder und Jugendlichen der Stadt, betonte Hoefs außerdem.
Für Hoefs rückt der Tourismus-Unternehmer Clemens Hoff (ebenfalls „Wir für Lychen“) in die Stadtverordnetenversammlung nach. Der 40-jährige ist im Lychener Handwerksbetrieb seiner Eltern großgeworden, hat im Großkonzern und im Verbraucherschutz gearbeitet – und betreibt seit fünf Jahren gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin den Campingplatz „Wurlsee Camping Lychen“ mit ca. 100 touristischen Stellplätzen und weiteren 100 Dauerstellplätzen.
Als Stadtverordneter wolle er sich für die Themen Wohnen, Wirtschaft und Tourismus stark machen. „Lychen lebt vom Tourismus!“, weiß Clemens Hoff: „Davon hat man in der SVV in den vergangenen Jahren leider nicht viel mitbekommen.“
Nur acht Monate nach der Kommunalwahl ist Hoff bereits der zweite Nachrücker in der Lychener Stadtverordnetenversammlung. Schon im Juli 2024 hatte der gescheiterte Bürgermeisterkandidat Jan Genschow (Fraktion „Lychen tut gut“) auf sein Mandat verzichtet.
Kleines Dorf bekommt Förderzusage und kann seine "Baracke" aufmöbeln
Erschienen im "Nordkurier" am 5. Oktober 2024
Horst Skoupy
Beenz: Wenn alle an einem Strang ziehen, dann klappt es auch. Das hat sich einmal mehr in Beenz bewahrheitet. Nicht ohne Stolz konnte Lychens Bürgermeisterin Karola Gundlach (parteilos) im jüngsten Hauptausschuss bekanntgeben, dass Beenz mit Fördermitteln über 5000 Euro aus dem sogenannten Regionalbudget rechnen kann. Ein entsprechender Förderantrag ist von der Lokalen Aktionsgruppe Uckermark (LAG) bewilligt worden.
Ein Erfolg, zu dem viele beigetragen haben. Allen voran die Beenzer selbst. Vor drei Jahren drohte das gesellschaftliche Leben im Dorf einzuschlafen, erzählte Manfred Stollfuß. „Wir haben damals damit begonnen, wieder etwas für das Dorf zu tun“, so der Beenzer. Neben ihm und seiner Frau Sylvia Stollfuß, die zugleich Ortsvorsteherin in Beenz ist, gehören Heike und Andreas Schmidt zu den Akteuren im Ort. Sie begannen, wieder Dorffeste im Sommer zu organisieren, Herbstfeste, als nächste steht am 30. November der Adventszauber an. Auch das Dorfgemeinschaftshaus im Ort haben sie wiederbelebt - mit regelmäßigen Spieleabenden, Skatturnieren, Frauentagsfeiern etc. Viele der Beenzer richten dort ihre Familienfeiern aus, zählte Manfred Stollfuß auf.
Die „Baracke“, wie die Einwohner sie nennen, ist in die Jahre gekommen. Das Mobiliar ist ein Sammelsurium aus DDR-Zeiten der 1980er Jahre und Einrichtungen aus Privathaushalten, die dort ein zweites Leben führen. „Als ich vor einigen Monaten mit der Ortsvorsteherin durchs Dorf gegangen bin, hat sie mir erzählt, wie sehr und wie lange schon sich die Beenzer für ihre Baracke eine neue Einrichtung wünschen. Als jetzt der Aufruf für das Regionalbudget in der Zeitung stand, war mir schnell klar: Das ist was für Beenz! Ich habe das Ehepaar Stollfuß ermutigt, sich bei Regionalmanagerin Jana Knaack zu melden“, erzählte Juliane Primus von der Wählergemeinschaft „Wir für Lychen“ (WfL), die sich auf die Fahne geschrieben hat, die Ortsteile zu unterstützen. Schließlich sei alles ganz schnell gegangen. Nach einem Vor-Ort-Termin mit der Stadtverwaltung stellte die Verwaltung einen Antrag an die LAG. Nur wenig später sei er genehmigt worden.
Zu den Vorzügen des Förderprogramms gehört, dass der notwendige Eigenanteil der Kommunen - in diesem Fall sind es 500 Euro - auch über Eigenleistungen erbracht werden kann. In Beenz werden die Einwohner deshalb die Gelegenheit nutzen, den in die Jahre gekommenen Anstrich der „Baracke“ zu erneuern, hieß es.
Auch für Rutenberg hatte die Verwaltung einen Förderantrag gestellt, informierte Karola Gundlach. Doch die Verlegung einer Wasserleitung für einen Trinkwasserspender am ehemaligen Feuerwehrgerätehaus sei nicht genehmigt worden, sagte sie.Wir arbeiten stets an verschiedenen Projekten – meistens, um für unsere Kunden das Beste zu erreichen. Von Zeit zu Zeit experimentieren wir jedoch auch an völlig neuen Konzepten und Ideen.
Wenn plötzlich Fremde mit am Tisch sitzen und sich bewirten lassen
Erschienen im "Nordkurier" am 1. Oktober 2024
Dieser „Kulturimport“ hat sich gelohnt. Nach der Premiere im Frühjahr „gelüstet“ es die Fans nach einer Wiederholung eines Abends mit guten Essen und netten Menschen.
Von Horst Skoupy
Lychen: Das hat den Lychenern gefallen. So sehr, dass sie sich eine zweite Auflage des Gesellschaftsabends „Lychen kocht - das Running Dinner Event!“ bei Initiatorin Lisa Bootz gewünscht haben. Sie hat das auch als „Flying Dinner“ bekannte, aber eher in größeren Städten etablierte Format ins verträumte Lychen gebracht und am 10. Februar dieses Jahres zum ersten Mal veranstaltet - mit der entsprechenden Resonanz.
Insgesamt waren 42 Personen neugierig darauf. „Noch bis vor ein paar Wochen haben mich Leute auf der Straße darauf angesprochen und gefragt, ob wir es noch einmal veranstalten können“, erzählte die 34-Jährige. In den Gesprächen mit ihnen erfuhr sie darüber hinaus, dass sich heute noch Teilnehmer treffen, die sich vor dem Event nicht gekannt haben. Sehr zur Freude von Lisa Bootz, denn damit hat das Running Dinner schon mal seinen Zweck erfüllt. Sich zu unterhalten, einander kennenzulernen gehört schließlich neben dem gemeinsamen Essen zu den Hauptanliegen des Events.
Wer es verpasst hat, bekommt jetzt die nächste Gelegenheit. Am 12. Oktober, so informierte die Lychenerin, geht „Lychen kocht - das Running Dinner Event!“ in die zweite Runde. Es beginnt wie schon beim ersten Mal um 17.30 Uhr. Am Prinzip hat sich nichts geändert. Es finden sich zwei Menschen, die jeweils ein Gericht eines Drei-Gänge-Menüs zubereiten. Damit bewirten sie in ihrem eigenen Zuhause zwei zufällig ausgeloste Zweierteams. Da das Menü mit Vorspeise, Hauptgang und Dessert drei Gänge hat, wiederholt sich dieses Spiel nach anderthalb Stunden für jedes Team weitere zweimal bei jeweils neuen Gastgebern. So lernt jedes Paar an dem Abend mindestens zwölf Menschen kennen.
Damit das Running Dinner funktioniert und das jeweilige Menü sowie die Gäste verlost werden können, müssen sich die Teilnehmer vorher anmelden. Bis zum 6. Oktober ist dafür Zeit, so Lisa Bootz. Idealerweise sind es zwei Personen, die sich als Team zusammenfinden. „Wir wollen es aber auch so handhaben, dass man sich allein anmelden kann“, informierte sie. Einzelbewerbern werden dann Partner für den Abend zugeordnet. Anders als noch bei der Premiere sind dieses Mal die Einwohner in den Ortsteilen explizit ebenfalls angesprochen, auch wenn damit an dem Abend etwas Fahrerei verbunden ist. Nach Anmeldeschluss wird es für die Running-Dinner-Fans spannend. Sie erfahren per E-Mail, für welche Menü-Zubereitung sie ausgewählt wurden und wer ihre Gastgeber sind.Über das, was sie erlebt haben, können sich übrigens alle nach dem Event bei einem Treffen im „Alten Kino“ austauschen, ergänzte Lisa Bootz.
Anmeldung und Fragen: [email protected]
Gemeinsame Stellungnahme
der Fraktionen CDU, SPD und „Wir für Lychen“ der Stadtverordneten-Versammlung Lychen
zu: „Stadthafen Lychen schließt zum Ende der Saison 2024“, veröffentlicht am 17. Juli 2024 von Stefan Schwichtenberg im Online-Portal „Facebook“
Nur rund ein Jahr nach der Eröffnung des „Stadthafens“ an der Lychener Postablage hat der Geschäftsführer von HAEVN Hausboot e.K., Stefan Schwichtenberg, via Facebook die Schließung des Betriebs zum Jahresende angekündigt.
Lychen braucht leistungsfähige Gewerbetreibende und ein möglichst breites gastronomisches Angebot. Parteiübergreifend wollen wir als Stadtverordnete die lokale Wirtschaft fördern und unterstützen neue Ideen und Initiativen, die unsere Stadt bereichern.
Herr Schwichtenberg verknüpft sein öffentliches Statement mit einer Reihe von Behauptungen und Vorwürfen. Nach reiflichem Überlegen wollen wir darauf gemeinsam als gewählte Vertreter der Bürger antworten, um die Situation für Lychen und die Entscheidungen der Stadtverordneten-Versammlung zu erklären, auch, da wir von einem für beide Seiten unterschriebenen und gültigen Pachtvertrag bis zum 31.12.2027 ausgehen.
Leider können wir aus Gründen des Privatrechts und des Persönlichkeitsschutzes nicht auf alle Punkte öffentlich eingehen. Die Stadtverordneten sind an ihre Verschwiegenheitspflicht nach der Kommunalverfassung gebunden.
Würde Herr Schwichtenberg einer Veröffentlichung des ganzen Vertrags (ohne Angabe des Pachtzinses) gegenüber der Stadtverordneten-Versammlung schriftlich zustimmen, dürften wir den kompletten Vertrag veröffentlichen, und jede/r könnte sich ein Bild machen. Dazu fordern wir Herrn Schwichtenberg hiermit ausdrücklich auf.
Öffentlich beziehen wir gemeinsam folgendermaßen Stellung:
Zwischen der Stadt Lychen und HAEVN Hausboot e.K. in der Person von Stefan Schwichtenberg wurde am 20. Juli 2022 ein Pachtvertrag für das Gelände und den Steg an der Postablage geschlossen. Vorausgegangen war im Herbst 2021 eine öffentliche Ausschreibung zur „Erstellung eines Nutzungskonzeptes und eines Pachtangebotes über das Grundstück an der Postablage in Lychen“, auf die sich Herr Schwichtenberg erfolgreich beworben hat.
1. Herr Schwichtenberg behauptet: „Angeboten und zu 100% umgesetzt hat HAEVN Hausboot einen Hafen, der aus Lychen heraus geplant, mit Lychener Betrieben gebaut und Lychener Bürgern betrieben wird. Natürlich stammen auch – soweit wie möglich – die Materialien aus der Lychener Umgebung.“
Fakt ist: In dem von Herrn Schwichtenberg selbst in seinem Statement verlinkten Artikel sind keine Lychener Betriebe als Projektbeteiligte aufgeführt. Die Architekturleistung erfolgte durch ein Büro in Berlin, die Bauleistung Hochbau durch ein Unternehmen aus Rüdersdorf, die Tragwerksplanung durch ein Unternehmen aus Berlin und die Brandschutzplanung ebenfalls durch ein Büro aus Berlin.
Quelle: https://www.heinze.de/architekturobjekt/stadthafen-lychen/13179268, abgerufen am 23.7.24
2. Herr Schwichtenberg behauptet: „Obwohl die damalige Mehrheit der Lychener Stadtverordneten für mein Angebot stimmten (sic!), wurde seitens der Bürgermeisterin, Frau Karola Gundlach, widersprochen. Erst nach Einschaltung von Anwälten wurde die demokratische Entscheidung vorerst nicht weiter blockiert.“
Fakt ist: Richtig, die Entscheidung fiel durch Mehrheitsbeschluss. Die Bürgermeisterin hat dabei genau eine Stimme – wie auch jeder Stadtverordnete. Da Herr Schwichtenberg nicht das geldlich höchste Gebot abgegeben hatte, ließ die Bürgermeisterin den Beschluss bei der zuständigen Kommunalaufsicht prüfen, um Schaden von der Stadt durch geringere Pachten abzuwenden. Dieses Vorgehen ist in solchen Fällen nicht unüblich. Die Kommunalaufsicht ist die Kontrollbehörde für die Arbeit der Stadtverwaltung.
3. Herr Schwichtenberg behauptet: „Es folgten aus meiner Sicht Falschaussagen einzelner Stadtverordneter und der Bürgermeisterin (...). Dass ich mich gegen ein solches Vorgehen anwaltlich schützen würde, ist aus meiner Sicht notwendig und plausibel. Zumal die Inhalte aus einer nicht-öffentlichen Sitzung stammten.“
Fakt ist: Herr Schwichtenberg hat mehrere Stadtverordnete sowie die Bürgermeisterin wegen ungeklärter Äußerungen verklagt. Die Klagen wurden vom Gericht in allen Punkten abgewiesen.
4. Herr Schwichtenberg behauptet: „Einen Tag vor der finalen Vertragsunterzeichnung wurden wirtschaftliche Aspekte dahingehend durch die Stadt abgeändert, dass zum vorherigen Stand nur noch 50% der geplanten Einnahmen erzielt werden konnten (Anzahl der Liegeplätze) […] Aufgrund der Ausschreibung hätten allerdings diese Punkte im Nachhinein nicht mehr verändert werden dürfen.“
Fakt ist: In der Ausschreibung wurde keine konkrete Anzahl von Liegeplätzen genannt oder zugesagt. Es handelte sich bei der Ausschreibung um eine unverbindliche Aufforderung zur Abgabe von Angeboten, welche nicht den Bestimmungen der VOB/VOL/UVgO unterliegt. Die Nutzung der Steganlage (Dauerlieger oder Gästeliegeplätze) war von Beginn an ein Diskussionspunkt, wie Herr Schwichtenberg wusste. Zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung war Herrn Schwichtenberg die Anzahl der zugelassenen Liegeplätze bekannt – sie steht im Vertrag.
5. Herr Schwichtenberg behauptet: „Auch wurden bis heute nicht die notwendigen Boxentrenner für Sportboote seitens der Stadt angeschafft. Kurzfristig mussten eigene Boxentrenner vorfinanziert werden.“
Fakt ist: Boxentrenner sind nicht Gegenstand des oben genannten Pachtvertrags.
6. Herr Schwichtenberg behauptet: „Seit der Vertragsunterzeichnung hat HAEVN Hausboot versucht, mit Stadtverordneten und der Bürgermeisterin in Kontakt zu treten, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. […] Letztlich hatte nur der Bewerber um das Bürgermeisteramt, Jan Genschow, Gehör für die Belange des Stadthafen Lychen. Dieser hat sich leider wegen persönlicher Anfeindungen komplett aus der Politik zurückgezogen.“
Fakt ist: Die Bürgermeisterin Karola Gundlach hat mehrere Gespräche mit Herrn Schwichtenberg geführt, auch wurde Herr Schwichtenberg mehrfach in Ausschüsse und Stadtverordnetenversammlungen eingeladen, um offene Fragen zu klären.
Jan Genschow hat sein Mandat als Stadtverordneter nach eigenen Angaben aus beruflichen Gründen nicht angetreten.
(https://www.nordkurier.de/regional/uckermark/jan-genschow-verzichtet-auf-sein-mandat-2670425 sowie https://www.nordkurier.de/regional/uckermark/er-bleibt-fuer-die-lychener-auch-ohne-mandat-ansprechpartner-2690293 ; Zugriff am 23.7.24).
7. Herr Schwichtenberg schreibt: „Statt Gesprächen folgte eine Rechnung von knapp € 2.000,- für nicht abgeführte Kurbeiträge in 2023/Eröffnungsjahr – Strafzahlung. Die Stadt wollte, trotz vorherigen Infos hierzu, nicht zu Gute halten, dass der Stadthafen Menschen mit Behinderung beschäftigt und deswegen erst einmal die Voraussetzungen schaffen musste, damit diese Mitarbeiter Kurbeiträge einfordern und dokumentieren können.“
Fakt ist: Laut Kurbeitragssatzung der Stadt Lychen sind alle Beherbergungsbetriebe im Gemeindegebiet verpflichtet, den Kurbeitrag zu errechnen und einzunehmen. Eine Ungleichbehandlung wäre ungerecht gegenüber anderen Beherbergungsbetrieben.
8. Herr Schwichtenberg behauptet: „Leider war es bis heute nicht möglich, die neuen Mehrheitsführer der Stadtverordneten für ein Gespräch zu gewinnen, auch E-Mails blieben unbeantwortet. Und das, obwohl allen die Hintergründe seit Wochen bekannt sind.“
Fakt ist: Herr Schwichtenberg hat weder die Fraktionsvorsitzenden von „Wir für Lychen“, von CDU oder SPD um ein Gespräch gebeten.
Der Pachtvertrag ist nicht-öffentlich; die Hintergründe sind also mitnichten allen bekannt. Neugewählte Abgeordnete können in nicht-öffentliche Unterlagen erst seit der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 Einsicht nehmen.
Lychen, 25.07.2024
Unterschrieben von:
Den Fraktionsvorsitzenden (bzw. deren Stellvertreter) der Fraktionen in der Lychener Stadtverordnetenversammlung:
Roland Schreiber (Wir für Lychen)
Sven Klemckow (CDU)
Klaus Schroeter (SPD)
Wir übernehmen Verantwortung in der Stadt
Pressemitteilung vom 18. Juli 2024
„Wir für Lychen“ übernimmt Verantwortung in der Stadt
Bei der Kommunalwahl im Juni wurde die neugegründete Fraktionsgemeinschaft „Wir für Lychen“ auf Anhieb stärkste Fraktion in der Lychener Stadtverordnetenversammlung. Jetzt übernimmt jeder der fünf Gewählten noch eine zusätzliche Aufgabe für die Stadt.
Lychen – „Wir für Lychen“ meint es offenbar ernst mit Pflichtbewusstsein und Veränderung. Denn von den drei Frauen und zwei Männern, die für die junge Wählergemeinschaft in die Lychener Stadtverordnetenversammlung (SVV) einzogen, übernimmt künftig jede und jeder einzelne noch eine zusätzliche Aufgabe für die Stadt.
Die 36-jährige Juliane Primus, die bei der Bürgermeisterwahl zwar knapp die Stichwahl verfehlt, aber mit 606 Stimmen ein starkes Ergebnis bei der SVV-Wahl erzielt hatte, wurde zur neuen Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung gewählt. Obwohl „Wir für Lychen“ in dem Gremium nur über fünf Stimmen verfügt, erhielt Primus 12 von insgesamt 15 Stimmen. Sie wurde also auch von einer klaren Mehrheit der übrigen Fraktionen gewählt.
Achim Rensch (67), bei der Kommunalwahl Zweitplatzierter auf der „Wir für Lychen“-Liste, wurde von den Stadtverordneten zum Vorsitzenden des Hauptausschusses gewählt. Lisa Bootz (33) übernimmt künftig den Fraktionsvorsitz von „Wir für Lychen“; Roland Schreiber (63) vertritt die Wählergemeinschaft in der Gesellschafterversammlung der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft (WoBa).
Als „Sprachrohr für die Jugend“ versteht sich die jüngste Stadtverordnete, die 18-jährige Schülerin Lene Hoefs. Für dieses Selbstverständnis hat sie gleich eine doppelte Berechtigung. Hoefs gehört nämlich nicht nur der Stadtverordnetenversammlung an, sondern gründete kürzlich auch den Lychener Jugendbeirat mit – und wurde dort ebenfalls direkt gewählt.
„Unser Ziel ist es, den Umgangston und das Miteinander in der Stadtverordnetenversammlung positiv zu verändern“, sagt Juliane Primus. Gemeinsam mit der Fraktionsvorsitzenden Lisa Bootz werde sie aktiv auf die anderen Parteien und Wählergemeinschaften zugehen, um gemeinsam konstruktive Stadtpolitik zu gestalten.
Auch diejenigen Kandidatinnen und Kandidaten von „Wir für Lychen“, die den Sprung in die SVV diesmal nicht geschafft haben, wollen sich tatkräftig für die Stadt einsetzen. „Wir haben Arbeitsgruppen gebildet und entwickeln gemeinsam Lösungsvorschläge für Themen, die uns besonders am Herzen liegen“, sagte Bootz.
Wer sich dabei einbringen wolle, könne sich jederzeit melden, so die Fraktionsvorsitzende weiter: „Wir sind jederzeit offen für Vorschläge, freuen uns über Mithilfe und stehen den Lychenerinnen und Lychenern als Ansprechpartner zur Verfügung.“